Erik Leuthäuser

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Liebe Musiclovers,

Staatsakt News beschäftigen sich heute mit "In anderem Licht", dem am 26.01.2024 erscheinenden neuen Studio-Album von Barbara Morgenstern, schauen mit dem Reissue des Locas In Love-Albumklassikers "Winter" aber auch in die Vergangenheit und werfen nicht zuletzt einen Blick aufs Schwesterlabel Fun in the church - dort teilten YELKA just mit "Weltenende" das zentrale Stück ihres aktuellen Albums "Krieg und Ferien", das letzten Freitag erschienen ist.
"In anderem Licht" - Trailer/Teaser auf YouTube

Barbara Morgenstern - In anderem Licht
Album-VÖ: 26.01.2024
Titelstück „In anderem Licht“ hier sehen

In anderem Licht

Mehr als fünf Jahre nach "Unschuld & Verwüstung" kehrt Barbara Morgenstern im Januar 2024 mit einem neuen Album zurück. Es heißt "In anderem Licht" und wurde von Guy Sternberg in den legendären Hansa-Studios in Berlin aufgenommen.

Das kammermusikalische Doppel-Album erzählt von der drohenden Klima-Katastrophe, der Notwendigkeit gesellschaftlicher Transformations-Prozesse und der Hoffnung auf Befreiung aus dem Zustand der allgemeinen Paralyse: "Alles kann anders sein", heißt es im Album-Opener "Die Wand" oder auch im titelgebenden Song: "Alles wird hoffentlich wie immer sein, nur in anderem Licht" und schließlich: "Nur die alte Welt nicht!".
 
Was sich hier auf dem Papier etwas didaktisch liest, wird auf „In anderem Licht“ in meist kleine Miniaturen übersetzt, aus denen Barbara Morgenstern und ihr Ensemble dramatische Spannungsbögen und überraschende Wendungen entstehen lassen. In beeindruckender Schwarmintelligenz folgen Streicher, Saxofon, Kontrabass und Schlagzeug auf Morgensterns Flügel-Spiel. "Ich schau' mich um nach Allianzen", singt sie und stellt – nach den richtigen Metaphern ringend - fest: "Die Zeit heilt mehr als tausend Worte".
So lässt sie sich in ihrer Musik alle Zeit der Welt, obwohl sie unüberhörbar um die Dringlichkeit der aufgeworfenen Fragen und Paradoxien in ihren Liedern weiß.

In Zeiten hart umkämpfter, im Sekundentakt vergehender und neu entstehender Aufmerksamkeits-Ökonomien und Clickbait-Logiken, die sich durch alle Lebensbereiche zu ziehen scheinen, wirkt diese auf 11 Stücke verteilte gute Stunde Musik wie Balsam. Ein zartes Manifest der Veränderung.

"Denn ich erzähl den Witz nicht mir selbst, sondern dir und mir und dann sind wir hier", singt sie in "Der Witz" und im Loop kreist die Musik,wie eine Biene, die sich zärtlich auf einer Blüte niederlassen möchte, um einen angenehmeren Jetzt-Zustand der Welt, einen Möglichkeitsraum.
Bevor uns der ganze Laden am Ende doch um die Ohren fliegt und ihr Ensemble dabei die melancholischen Melodiebögen mit jeder Umrundung größer und größer wirken lässt bis sie uns wieder in einem gänzlich anderen Licht erscheinen!
Wenn Barbara Morgenstern in "Dein Name" "This place will stay when we go, this place will never be the same again" singt, dann klingt das so, als würde sie die Welt für uns beschwören wollen. Oder von einem Fluch befreien.
„Ich dachte immer, Verbindung zählt, die Liebe zur Sache, zum Rest der Welt!" singt sie schließlich in "Die Liebe zur Sache", und fragt sich, ob das so überhaupt noch zählt, in der Welt da draußen. Berechtigte Frage!


Nevertheless, the music

Barbara Morgenstern gehört seit über 20 Jahren zu den eigenständigsten Musiker*innen dieser Republik. Von der Berliner Wohnzimmer-Szene der 90er Jahre bis zu den jüngsten, preisgekrönten Theater-Produktionen mit Rimini-Protokoll, folgt sie stets ihrer inneren Stimme im ungebrochenen Glauben an die Magie der Musik. John Cale, Mark Hollis, Hans Unstern, Robert Wyatt oder Björk kommen einem beim Hören als mögliche Seelenverwandte in den Sinn: Eine gewisse Kauzigkeit, gepaart mit einer großen Virtuosität und einem Faible für einen gewissen Minimalismus, der aber immer gerne auch groß und episch werden darf. Für den Moment.
Es bleibt Barbara Morgenstern und ihrem mutigen Ensemble mit diesem wundervoll entrückten, somnambulen Album nur zu wünschen, dass sie damit die großen Bühnen bespielen werden. Denn wie heißt es so schön im Song "Zwischen den Stühlen": "Lass mich in Frieden, nützt mir nichts. Ich will hier weg, zwischen den Stühlen!".
 
Ein Dokumentarfilm der Berliner Filmemacherin Sabine Herpich, die Barbara Morgenstern über die letzten Jahre begleitet hat, und der die Entstehungsgeschichte dieses außergewöhnlichen Albums nachzeichnet, kommt ebenfalls 2024 ins Kino. Das Video zur ersten Auskopplung „In anderem Licht“ zeigt bereits Material daraus, sodass wir hier eher einen Filmtrailer als ein Video vorliegen haben.
 
Das Cover-Motiv des Albums stammt übrigens aus dem Jahre 1829 und wurde von Barbara Morgensterns Ur-Ur-Ur-Großvater Friedrich Preller dem Älteren gemalt.

„In anderem Licht“ erscheint am 26.01.2024 via Staatsakt auf LP/CD/Digital.

Das Ensemble:
Sebastian Vogel - Schlagzeug
Berit Jung- Kontrabass
Alice Dixon – Cello
Josa Gerhard – Violine
Christian Biegal - Saxofon
Barbara Morgenstern - Gesang, Flügel

Tracklisting:
01 – Die Wand
02 – In anderem Licht
03 – Zwischen den Stühlen
04 – Schwarmintelligenz
05 – Nevertheless, the music
06 – Dein Name
07 – Die Liebe zur Sache
08 – Creatures (One Health)
09 – Der Witz
10 – Knallgelber Mond
11 – Zeittunnel

Tourdaten:
07.02.2024 Berlin - Silent Green
12.03.2024 München - Kammerspiele
13.03.2024 Wien - Volkstheater Rote Bar
17.04.2024 Leipzig - UT Connewitz
*wird fortgesetzt


Vorabsingle/Titelstück (Session/Outtake/Filmteaser) hier sehen:
https://youtu.be/o3F4W5h6G5c

Web:
https://www.barbaramorgenstern.de/

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