Umeko Ando

Ihunke

2LP

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Umeko Ando (1932-2004) war eine Folksängerin aus Japan. Sie war eine Vertreterin der Ainu-Kultur auf der Insel Hokkaido im Norden Japans. "Ihunke" ist ihr erstes Album, das im Jahr 2000 mit dem Ainu- Musiker und Dub-Produzenten Oki Kano aufgenommen wurde. Es wurde nur in Japan auf CD veröffentlicht und ist endlich auf Vinyl erhältlich (2LP inkl. Linernotes & DL-Code). "Ihunke" folgt auf die letztjährige Single "Iuta Upopo"[Pingipung 58, inkl. M.RUX Remix], die mit überwältigender Begeisterung aufgenommen wurde und schnell ausverkauft war. Die 16 Ainu-Lieder auf "Ihunke" sind zarte, natürliche Edelsteine. Sie basieren auf Oki Kanos Tonkori-Mustern (einer 5-saitigen Harfe), über die Umeko Ando ihren repetitiven, mantrischen Gesang entwickelt, oft in Call-Response-Manier. Oki Kano ist einer der wenigen professionellen Tonkori-Spieler, der weltweit mit seiner Oki Dub Ainu Band auftritt. Die Lieder besitzen eine mystische Energie - wenn Krähen mit Andos spröder Stimme im ersten Lied genau rufen, scheint es, als würden sich natürliche Kräfte mit ihrer Musik verbinden. Ihre Stimme klingt wie Tiere des Himmels und des Waldes.

Historischer Hintergrund: Die Ainu, eine der ersten Siedler Nordjapans, sind ein Volk, das sich ethnisch, sprachlich und kulturell von den Japanern unterscheidet. Einst Jäger, Fischer und Sammler, bevölkerten die Ainu Hokkaido, die Kurilen, Sachalin und den Norden von Honshu. Seit dem Mittelalter wurden sie aber von japanischen Siedlern immer stärker Richtung Norden gedrängt.

Während der Edo-Zeit (1603-1868) wurden die Ainu verfolgt und unterdrückt. Als Hokkaido, die letzte Bastion der zurückgedrängten Ureinwohner, im 19. Jahrhundert von den Japanern erschlossen und besiedelt wurde, gliederte man die Ainu in die Gesellschaft ein und zwang sie 1899 per Gesetz zur Assimilation. Dabei wurden auch ihre Sprache und ihre Lebensweise verboten, was zur Folge hatte, dass kulturelle Identität und Sprache der Ainu zum großen Teil verloren gingen.

Erst seit 2008 sind die ca. 25,000 verbliebenen Ainu offiziell als Ureinwohner Japans mit eigenständiger und schützenswerter Kultur anerkannt. Aus Angst vor Diskriminierung scheuen trotzdem viele davor, sich öffentlich zu ihrer Herkunft zu bekennen. Dieses Album ist ein Beispiel dafür, wie ihre Musik über Generationen in den unterirdischen Ainu-Gemeinschaften weitergegeben wurde. Es verdient ein weites Publikum.

Remixes von Nicola Cruz, Tolouse Lowtrax, Dreems, DJ Ground, M.RUX, El Buho, Mark Peters Gama, Dreems und Andi Otto.

A1 Pekanpe Uk A2 Ihunke
A3 Hutare Chuy A4 Rew Rew

C1 Saraba Iya Ko Ko C2 Sarorun Rimse C3 Battaki
C4 Kusep Kamuy

B1 Iyomante Upopo B2 Mukkuri 1
B3 Yaysama
B4 Mukkuri 2

D1 Herutun Rutun
D2 Chup Kawa Kamuy Ran D3 Hekuri Sarari
D4 Atuy So Kata (Ext. Version)


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